Sprache · Geschichte

Sprache hat mich schon früh fasziniert.

Als Kind verschlang ich die Bücher von Michael Ende und Otfried Preussler. Wenn in der Kinderstunde am Radio Jim Knopf vorgelesen wurde, sass ich mit aufgeschlagenem Buch vor dem Lautsprecher und «kontrollierte», ob nichts ausgelassen wurde (es wurde natürlich…).

In der Bibliothek fand ich Bücher, von denen mir die Eltern abrieten – umso interessanter, sie zu lesen (ohne sie zu verstehen). Ich erinnere mich an «durchlesene» Nächte, zusammengekauert im Lehnstuhl; erst das Rückenweh zwang mich gegen Morgen ins Bett.

In der Schule schrieb ich gerne Aufsätze – wenn auch mit wechselndem Erfolg. Als Beispiel eine Glosse zur Reklame (eigentlich hätten wir eine Erörterung schreiben sollen; dem Deutschlehrer rechne ich es hoch an, dass er mir trotz dem «verfehlten» Auftrag eine sehr gute Note gegeben hat.)

Die Freude an der Sprache brachte mich dazu, als Student gelegentlich für die Berner Zeitung und den Bund Lokalberichte zu verfassen, zum Beispiel:

Weitere Berichte finden sich auf der Seite «Servas · Reisen».

Zudem betreute ich von 1984 bis 1991 etwa monatlich die Volksmusik-Sendung «Sunntigsstubete» auf Radio Förderband (dem heutigen Radio BE1). Einige Mitschnitte sind in der Schweizerischen Nationalphonothek konserviert.

Das Streben nach Klarheit und Einfachheit half mir später auch im Unterricht, einleuchtende Bilder zu suchen. So verglich ich etwa die Satzglieder mit Lebensmitteln: Das Prädikat wurde zum Knochen, das Subjekt zum Fleisch, die Objekte zum Gemüse und die Adverbialen zum Gewürz.

Gerne biete ich mein Wissen bei Bedarf in Form punktueller Hilfe an (siehe unter «Ich biete an»).

Geschichte

Für Geschichte interessierte ich mich bereits sehr früh. Vielleicht lag das daran, dass unser Vater uns in unserer Kindheit nicht nur Märchen, sondern auch Berichte aus dem 2. Weltkrieg vorlas (z.B. von Pierre Clostermann «Die grosse Arena»).

Der Unterricht, den ich als Schüler «genoss», half mir wenig für meinen eigenen Unterricht. Dieses Fach war schwierig interessant zu gestalten! Wie wäre es, wenn die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhielten, selber Geschichte zu gestalten? So begann ich «Spiele» (Simulationen mit offenem Ende) zu entwickeln. Für das erste, «Friedensschluss am Ende des ersten Weltkriegs», benötigten meine Klasse und ich 1990 drei aufeinanderfolgende Lektionen (mit Mittagsunterbruch dazwischen) statt der geplanten einen: Die Spielzüge einzelner Gruppen waren zunehmend darauf ausgerichtet, mich als Spielleiter an die Wand zu spielen, statt ihre Interessen gegenüber anderen «Staaten» zu vertreten – was natürlich engagiertes Mitdenken zur Folge hatte. «Herr Kuen, wenn tüe mer wider theäterle?» bekam ich gelegentlich zu hören.

Wie so ein Planspiel aufgebaut ist und durchgeführt werden kann, lässt sich mit dem Link „war over“ (weiter unten) anschauen.

Zu folgenden geschichtlichen Wendepunkten können Planspiele bei mir bestellt werden:

  • «1798 – die Franzosen kommen»
  • «1815 – der Wiener Kongress»  
  • «1815: Restauration im Kanton Bern»
  • «1818: Wie kann sich die Landwirtschaft aus der Krise befreien?»
  • «Armutsfalle während der Industrialisierung»
  • «Einwanderung in die USA: Ellis Island»
  • «1848: Der Sonderbundskrieg»
  • «1900 – imperialistisches Kräftemessen»
  • «1919: der Versailler Vertrag» (umfassender und zeitaufwändiger als das im Internet greifbare «war over – peace declared»)
  • «1933: Wird Hitler gewählt?» (nach einer Skizze in der didaktischen Zeitschrift «Praxis Geschichte»)
  • «1935–1945: Wie überlebe ich die Zeit des Nationalsozialismus» (anderer Ansatz, aufwändig für Lehrpersonen – aber menschlich sehr ergiebig!)
  • «1945/48 – der kalte Krieg beginnt» (nach einer Skizze in «Simulationen zur Weltgeschichte», erschienen im Verlag an der Ruhr, leider vergriffen)
  • «1989 – die Wende»